Brühl: Mängel im Radwegenetz - Stadtverwaltung hält Maßnahmekonzept unter Verschluss
Die GRÜNEN stellten in der Sitzung des Verkehrsausschusses am 12. Januar 2010 den Antrag, den Gefahrenpunkt an der Kreuzung (L 183 / L 194) Römerstraße / Euskirchener Straße so umzugestalten, dass Radfahrer die Kreuzung sicherer passieren können.
Ratsherr Johannes Bortlisz-Dickhoff kritisierte erneut, dass das seit 2008 der Stadt vorliegende Maßnahmenkonzept, nicht dem Ausschuss vorgelegt wird. Dieses vom Planerbüro Südstadt gemeinsam mit der Verwaltung erarbeitete Konzept soll im Rahmen verfügbarer Haushaltsmittel nach und nach abgearbeitet werden. „Ob dieses Konzept tatsächlich alle Mängel des Brühler Radwegenetzes erfasst, kann überhaupt nicht beurteilt werden, solange es dem Verkehrsausschuss nicht vorgelegt wird. Es kann nicht sein, dass diese Mängelliste und das Maßnahmenkonzept unter Verschluss gehalten werden, nur weil dem Bürgermeister eine Veröffentlichung nicht passt. Die Mitglieder des Verkehrsausschusses und die Öffentlichkeit haben das Recht, die von der Stadt festgestellten Mängel des Radwegenetzes zu erfahren und über geeignete Maßnahmen zu diskutieren“, so Bortlisz-Dickhoff.
Für das konkret vorliegende Problem hat sich der Verkehrsausschuss immerhin zu einem Prüfauftrag an die Stadtverwaltung entschieden, der auf eine Verkürzung der Rechtsabbiegespur in die Euskirchener Straße zur Verbreiterung der Aufstellfläche für aus den Grundstückseinfahrten ausfahrende Fahrzeuge, einen damit verbundenen Fahrradschutzstreifen und eine Aufstellfläche für Radfahrer im unmittelbaren Kreuzungsbereich abzielt. „Wir werden auch weiterhin die Mängel im Radwegenetz aufdecken, um konstruktive Lösungen zu finden. Die Stadt tut sich keinen Gefallen, wenn sie nicht mit offenen Karten spielt.“ meint Sascha Lanzrath, sachkundiger Bürger für die GRÜNEN im Verkehrsausschuss. „Nicht zuletzt die Einstimmigkeit des ergangenen Beschlusses zeigt, dass entgegen der Auffassung der Stadtverwaltung hier dringender Handlungsbedarf besteht.“
