Kerpen: GRÜNE verlangen städtisches Gesamt-Energiekonzept
Grüne wollen städtisches Gesamt-Energiekonzept auf den Weg bringen - Modernes Energiekonzept für Manheim-neu ist eine Notwendigkeit.
„Die Energieversorgung und - untrennbar damit verbunden - der Klimaschutz, sind wesentliche Themen der Zukunft. Die grüne Ratsfraktion kritisiert, dass in der Stadt Kerpen kein Leitkonzept zur Energieversorgung vorliegt, auf das bei Einzelentscheidungen zurückgegriffen werden könnte,“ so Schnütgen-Weber, grüne Fraktionsvorsitzende. „Dazu hätte für uns der Einstieg in die Versorgung von Kerpen mit Ökostrom gehört, der leider keine Mehrheit gefunden hat.
Genauso gehört für uns dazu, bei allen größeren Bebauungsplänen zukunftsweisende Energieversorgungskonzepte zu entwickeln. Ein Projekt hierfür ist der Bebauungsplan Manheim-neu, der eine kostengünstige und sichere Energieversorgung für die nächsten Jahrzehnte gewährleisten muss. Mit einer ausschließlichen Gasversorgung ist das nach unserer Auffassung nicht gegeben. Dezentralen Versorgungsmodellen und regenerativen Energien gehört die Zukunft.
Des Weiteren haben wir die Energieberichte für 2008 und 2009 für die städtischen Gebäude eingefordert, damit wir gezielte Sanierungsmaßnahmen durchführen können. Die effiziente Nutzung von Energie muss ein wichtiges Standbein des städtischen Energiekonzepts werden.
Das schon mehrfach geforderte Solarkataster für Kerpen muss die Grundlage für einen raschen Ausbau der Versorgung mit Solarenergie in Kerpen bieten, machbare Modelle müssen entwickelt werden.
Der Einstieg in die Ökostromnutzung in 2 Jahren ist für uns ein Muss, wollen wir glaubwürdig für kommende Generationen bleiben. Gleiches gilt für die frühzeitige Beschäftigung mit den Möglichkeiten, die die Kündigung der Durchleitungsverträge bieten. Diese muss 2 Jahre vorher angekündigt werden, das heißt spätestens zum 1. Januar 2012. Auch hier muss die Kerpener Politik langfristig vordenken, wie sie die Energieversorgung in Kerpen, evtl. zusammen mit anderen Kommunen, sicherstellen will.
Die grüne Ratsfraktion wird einen Antrag als Einstieg in die Gesamtthematik vorlegen und hofft, dass die Kerpener Politik sich die Zeit nimmt, diese konzeptionelle Diskussion zu führen.“
