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Dienstag, der 22. Dezember 2009 13:07

Hürth: EU-Kommission bestätigt GRÜNE Kritik am geplanten CCS-Kraftwerk von RWE in Hürth



VON: FRIEDERIKE SEYDEL



MdB Oliver Krischer im Gespräch mit GRÜNER Fraktion in Hürth:



Das wahrscheinliche Aus für das CCS-Kraftwerk von RWE war Schwerpunktthema beim Besuch des Dürener Bundestagsabgeordneten Oliver Krischer in der GRÜNEN Ratsfraktion in Hürth. Aus Sicht des Energieexperten der GRÜNEN Bundestagsfraktion ist eine Realisierung des RWE-Modellprojekts in weite Ferne gerückt. Der Grund: Das von RWE in Hürth geplante Kraftwerk gehört nicht zu den CCS-Projekten, die von der EU gefördert werden.


Krischer: "Indirekt bestätigt die EU-Kommission mit ihrer Entscheidung über eine Nicht-Förderung von Hürth die GRÜNE Kritik an dem RWE Projekt.


Auch in Brüssel scheint man ernsthafte Zweifel an der Sinnhaftigkeit eines Projekts zu haben, bei dem im Rheinland mit großen Umweltschäden Braunkohle gefördert und verstromt wird, um das CO_2 dann mittels einer 500 Kilometer langen Pipeline in Schleswig-Holstein in den Untergrund zu verpressen. Angesichts dessen, dass RWE nur die Hälfte der 2 Mrd. Euro Investitionskosten übernehmen will, fragt man sich, ob der Konzern das Projekt tatsächlich ernsthaft verfolgt, oder ob es nur darum ging, der klimaschädlichen Braunkohle ein Öko-Mäntelchen zu verpassen."


Friederike Seydel, GRÜNE Fraktionsvorsitzende im Rat der Stadt Hürth:


"Wenn RWE die Planungen jetzt "ausgesetzt" hat, so ist das ein Aus auf Raten. RWE soll klar sagen, dass Schluss ist. Die CCS-Technologie ist keine Lebensverlängerung für das langsam absehbare Ende der Braunkohle im Rheinland. Niemand kann den Menschen in Schleswig-Holstein vermitteln, warum ihr Grund und Boden zur CO_2 -Müllkippe von RWE werden soll."


Nach Auffassung der GRÜNEN brauchen die Stadt Hürth und die Region jetzt keine jahrelange Hängepartie sondern Planungssicherheit.





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